... die dortigen Lodges sind sicher ohne Internet, deshalb bitte nicht wundern, wenn es bis auf Weiteres keinen Blog gibt. Allerspätestens wieder am 19. August, wenn ich zurück bin.

 Sehr schöner Vorfrühstücksspaziergang - leider ohne Handy, denn als wir brav die Zimmer geräumt hatten und uns auf die 14:15 Uhr Rückfahrt nach Ilulissat vorbereiteten entdeckte ich eine von mir nicht gesehene Nachricht, dass wegen zu starker Winde kein Boot fährt und unsere Rückfahrt auf Montag 9:05 Uhr verlegt wurde - der Rezeptionist wußte es natürlich schon. Und so machten Manfred und ich uns auf den von den Damen empfohlenen Weg zu den Basaltklippen, um verabredungsgemäß um 19h zum Abendessen zurück zu sein. Jetzt aber immer mit Mobiltelefon und regelmäßigem Blick auf die NachrichtenApp. Zum Abendessen gab’s von der Diskoline gesponsertes Grönländer Ochsenfilet.

Guter Hoffnung, da bis zur Nachtruhe gegen 23 Uhr keine weitere SMS kam, haut ich mich auf’s Ohr. Die erreichte uns dann am Montag früh gegen 8h: kein Bootstransfer wegen "bad weather conditions" möglich!

Jetzt allseits betriebsame „Hektik“ mit dem Ergebnis, wir nehmen mit sechs weiteren Gästen den Helikopter! Aber da der keine Gepäck mitnehmen würde ,ausser einer Kamera um den Hals, wurde dieser Plan gemeinschaftlich fallen gelassen.

Nach dem Auschecken Abhängen im Aufenthaltsraum mit starrem Blick aufs Mobiltelefon und der Pling um 12 Uhr brachte die Info: morgen am 13.8. um 17 Uhr geht unser Boot, was bedeutet hätte keine Bootsfahrt auf Eisfjord mehr. Also bei der deutschen Agentur angerufen, ob es nicht doch am 12.8. geht, da die französische Familie, die mit und gekommen war mit dem 19:15h Boot zurückfahren sollte. Aus Deutschland leider die Info: geht nicht! So jetzt zum wiederholten Male Danielles Sprachen- und Verhandlungsgeschick ausgenutzt und siehe da auch wir waren auf diesem Boot gebucht. Zwar verschob sich die Abfahrtszeit noch zweimal, aber das Boot kam dann tatsächlich ohne Fahrgäste gegen 20h und nach vier bis fünf Anlegemanöverversuchen wegen des Windes aus Ost, konnten wir einsteigen und es ging über die „stürmische" See gen Ilulissat.

 Jedenfalls für Manfred und mich um 9 Uhr brachen wir zusammen mit Sine unserer Tourguidness zum Lyngmarksbraen Gletscher auf. 850 Meter Aufstieg standen uns bevor - gut, dass wir den Trail nicht schon kannten- aber wir hatten es nach dreieinhalb Stunden tatsachlich geschafft und waren richtig stolz auf uns! Nach Astronauten Mittagessen auf der Terrasse der Blauen Hütte und heißen Gletscherwassergetränken ging es zum Schlitten fahren. Mit sieben Schlittenhunde als Harfe zusammengebunden bretterten wir im wahrsten Sinne des Wortes eine Stunde über den antauenden Gletscher- bequem war es nicht- aber authentisch! Und gegen 15:30h ging’s wieder bergab und immer wieder kamen die Gedanken bei mir auf- „Da sind wir tatsächlich hochgegangen?“ Dank Sines Trekkingstöcken hatten wir den Abstieg halbwegs gut im Griff. Und waren fast pünktlich zum Abendessen um sieben Uhr- die Damen warteten schon auf uns und berichteten von Eisbergabbrüchen und Wasserfällen garantiert nicht minder interessante Motiven, nur nicht ganz so an den Kräften zehrend.

Fünfuhrdreißig Frühstücken sechsuhrfünfzehn Transfer zur Anlegestelle der Diskoline. Und um kurz vor Sieben ging es los gen Diskoinsel zuerst durch dicke Nebelsuppe und mitten auf der Diskobucht einem Teil der Baffinbay dann endlich kein Nebel mehr vorbei an diversen großen und kleine Eisbergen erreichten wir zwei Sünden später Qaqertasuaq. Nach einem Erkundungsgang zum Waserfall bei dem das Wetter immer besser wurde, konnten wir gegen vierzehnuhrdreißig unseren kleinen Zimmer beziehen. Auf dem anschließenden Rundgang durchs bunte Dorf waren Eisberge und Häuser unser Thema. Das Abendessen war eine Offenbarung - lecker und originell selbst Hansjörg hätten die Gerichte gefallen. Den Abendlichtspaziergang ließen wir ausfallen, um für den morgigen Tag gerüstet zu sein und sechzehn Stunden auf den Beinen waren auch genug für heute.

Wegen einer steifen Brise fuhr unsere Fähre nicht wie geplant vorgestern Mittag, sondern nach diversen Umbuchungen glücklicherweise gestern Abend! Nach einer holprigen Überfahrt waren wir dann kurz vor Mitternacht in unseren Zimmern. Den Blog werde ich asap chronologisch weiterschreiben... P.S. Das Foto entstand kurz bevor die Steuerbordseite des Fotografierenden samt Kamera durchnäßt wurde.

Der angekündigte Sonnenschein fand leider nur über der Nebelbank statt, so dass unsere Morgenauffahrt mit dem Wassertaxi erst einmal ausfiel und so statteten wir dem örtlichen Museum einen Besuch ab und nach dem Mittagessen ging's dieses Mal im Uhrzeigersinn die gelbe Route durchs Weltnaturerbe mit grandiosem Blick auf den Eisfjord und dank des Windes waren auch keine Mücken unterwegs. Um 19 Uhr stachen wir dann in See vorbei an riesigen Eisbergen im Dunst und auch weiter draußen in der Baffin Bay änderte sich das Wetter leider nicht. Folglich hieß es umkehren und den Buckelwalen im Weichbild von Ilulissat noch ein bisschen Gesellschaft leisten bis der Nebel uns zur Rückkehr zwang. Morgen geht's mit der Fähre auf die Disko Insel, mal schauen was dort Land, See und Internet zu bieten haben- spätestens am Sonntag, wenn wir wieder in Ilulissat sind, geht's weiter mit dem Blog.

Unterwegs mit dem gelben Wassertaxi! Gewaltige Eisberge und Buckelwale waren heute vom Wasser aus unser Ziel. Kapitän Kay lieferte uns einen ersten Eindruck was morgen auf zwei drei Stunden-Touren auf uns zukommen würde. Zuerst ging es um die Ecke ins Fangrevier der Buckelwale in Erwartung von Sprüngen und Flucken und dann kurvten wir durch die noch am Meeresgrund festsitzenden Eisberge, die ein Gletscher 70 Kilometer entfernt von der Diskobay ins Meer schiebt. Wie in der Schule gelernt, befinden sich über 80% eines Eisberges unter Wasser und hier ist das Meer 250 Meter tief. Übrigens vermutet man, dass sich der "Titanic-Iceberg" von hier auf den Weg gemacht hat.

Der Tag begann wie angekündigt mit Regen, deshalb spätes und ausführliches Frühstück, anschließend zeigten Berit & Manfred ihr Bilder von unseren letzten gemeinsamen Reisen bis zum Mittagessen. Mit einem fotografischer Nachmittagsspaziergang durch Ilulissat nach beendeten Regen ließ uns einige Motive zwischen den Holzhäusern entdecken - ein kleiner Souvenirkauf und ein ebensolcher Eisberg beendete die Runde. Inzwischen lugte die Sonne einwenig durch die Wolken und die Spannung auf unseren erste von mindestens fünf Bootsausfahrten in den nächsten Tagen stieg so langsam an. Werden wir den Walen jetzt näher kommen oder nur dem Eisfjord mit seinen Eisbergen ?

Nebel verhindert den geplanten Frühstart, so dass wir uns noch 3 Stündchen aufs Ohr legen konnten. Um um sieben Uhr beim Frühstück strahlenden Sonnenschein hatten und um beim Losmarschieren wieder mal Nebel, der sich aber fotografisch attraktiv zur rechten Zeit wieder lichtete. Und so konnten wir unsere Erkundungstour durch das Weltnaturerbe von Ilulissat auch fotografisch genießen. rechter Hand immer den Gletscher, der für die Diskobay typischen Eisberge sorgt und Blauwale, die immer mal wieder abbliesen und unter uns herumschwänzelten. Nach über 6 Stunden und mindestens 12 Kilometern kamen wir relativ geschafft in unserem Hotel dem Hivde Falk gegen halbdrei wieder an. Mal schauen was der morgige angekündigte Regentag bringen wird.

Ganz schnell vor dem "ins Bett gehen" ein kurzer Bericht: Nach einem sehr netten Sonntag in Kopenhagen, den wir fotografierend zusammen mit meinem dort wohnhafeten Gastsohn Joel und seiner Mutter Chris- beide aus Perth stammend- verbrachten, sind wir heute reibungslos und vorzeitig im westgrönländischen Ilulissat an der Diskobay angekommen. Und unsere Eingewöhnungswanderung zum Eisfjord endete abrupt am Kap gegenüber des Eisfjords, wo sich eine Walschule den Nachmittag mit Fischfang vertrieb. Insgesamt sechs Wale uns unbekannter Gattung, die aber gerne - siehe Foto - gleichzeitig zu mehreren abbliesen! Und wie beim Nordlicht ist machmal besser einfach nur zu beobachten, als ununterbrochen zu fotografieren und die Natur nur durch den Sucher zu erfahren. Morgen starten wir zum Sonnenaufgang (3:42h) in die gleiche Richtung und mal schauen was dieser Tag an unerwarteten Erlebnissen bringen wird.

... und da ich noch nie vor Ort war, gibt's auch noch keine Bilder. Wir werden uns mehr oder weniger rund um Ilulissat an der Diskobay aufhalten und ob es möglich sein wird, einen Blog "just in time" zu schreiben, weiß ich noch nicht. Aber wer Interesse hat, der schaue doch einfach mal so ab dem 6. oder 7. August wieder in meinen Blog. Und wo wir gerade dabei sind: bei meiner Kleingruppen-Chinareise im Herbst ist immer noch ein Platz frei, ebenso wie bei meiner Georgien Winterreise Ende Januar 2020 und der Maskarenenreise im Februar 2020. Die Aserbaidschanreise von Mitte-Ende Mai ist in Planung und wenn ich aus Grönland wiederkomme, wird es konkretere Angaben geben. So, genug des Marketings - die nächsten Blogeinträge werden von Walen, Eisbergen und Gletschern handeln.

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